Was?

Fakten

Fakten

Die wichtigsten über Parkinson

Es gibt bestimmte Fragen, die immer wieder, und oft direkt nach der Diagnose gestellt werden. Hier geben wir Antwort auf eine Auswahl dieser Fragen.

Weitere Antworten zu häufigen Fragen können Sie auch hier lesen:

Häufige Fragen

Fakten

Was ist Parkinson?

Parkinson ist eine Erkrankung des Nervensystems, die durch den Abbau bestimmter Nervenzellen im Gehirn, der sogenannten schwarzen Substanz (Substantia nigra), ausgelöst wird. 

Morbus ist übrigens das lateinische Wort für „Krankheit“. In der schwarzen Substanz wird ein Botenstoff – das ist eine Art „Informationsträger“ im Gehirn – gebildet, der in ausreichender Menge vorhanden sein muss, damit Sie sich kontrolliert und koordiniert bewegen können. 

Dieser Botenstoff heißt „Dopamin“. Aus bislang nicht bekannten Gründen kommt es bei Parkinson zu einem Rückgang der dopaminbildenden Nervenzellen. 

Die Folge: Die Beweglichkeit und einige andere Körperfunktionen werden zunehmend davon beeinflusst.

Im Shop der dPV finden Sie diverse Informationsmaterialien zu dem Thema

Das Buch

Parkinson – Leben mit einer Krankheit

Die DVD

Parkinson – Gesichter einer Krankheit

Den Ratgeber 14

Diagnose Parkinson – und doch geht es weiter

Desweiteren kann Ihnen der folgende Link weiterhelfen

Die Parkinson-Krankheit

Fakten

Wieso habe ich Parkinson?

Trotz intensiver Forschung wurde bisher die eigentliche Ursache des Zellrückgangs in der Schwarzen Substanz leider noch nicht gefunden. Wahrscheinlich gibt es mehrere Faktoren, die eine Parkinson-Erkrankung auslösen.

Man geht davon aus, dass das Altern, eine gestörte Entgiftungsfähigkeit des Gehirns sowie Störungen im Stoffwechsel, die zu einer vermehrten Freisetzung von zellschädigenden Sauerstoffverbindungen führen, eine Rolle bei der Enstehung von Parkinson spielen.

Andere mögliche Ursachen sind eine verstärkte Belastung mit Umweltgiften (Pestizide, Schwermetalle).

Wenn Sie mehr über die Entstehung der Parkinson-Erkrankung erfahren möchten, lesen Sie 

Entstehung

Fakten

Wieviele Menschen mit Parkinson gibt es?

In Deutschland leben derzeit zwischen 250.000 und 300.000 Menschen mit dieser Erkrankung. Die meisten Menschen erkranken zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr.

map

ca. 300.000

Erkrankte in Deutschland

90

90%

erkranken nach dem
40. Lebensjahr

Ein nicht unerheblicher Teil von ca. 30.000 jedoch bereits vor dem 40. Lebensjahr.

Fakten

Kann Parkinson geheilt werden?

Parkinson ist gut behandelbar – wenn auch bisher nicht heilbar.

Mit Hilfe unterschiedlichster Behandlungsansätze lassen sich die typischen Beschwerden sehr wirkungsvoll lindern, der Verlauf verzögern und eine gute Lebensqualität erhalten.

Fakten

Kann man an Parkinson sterben?

Nein! Menschen mit Parkinson haben heute die gleiche Lebenserwartung wie Gesunde.

Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren möchten, lesen Sie den Artikel

Lebenserwartung

Fakten

Wie verläuft die Erkrankung?

Auch wenn es mittlerweile möglich ist, die Symptome und Begleiterscheinungen der Erkrankung recht gut zu behandeln, ist die eigentliche Ursache, der Abbau der Dopamin produzierenden Zellen im Gehirn, bisher noch nicht beeinflussbar. 

Dies bedeutet, dass der Parkinson weiter fortschreiten wird. Wie sich dieses Fortschreiten auf die Ausprägung der Symptome auswirken wird, ist jedoch von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

Ein Großteil der Betroffenen hat über viele Jahre hinweg nur geringe Beschwerden und fühlt sich kaum in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

Nach etwa 5–10 Jahren ist mit einem Wirkungsverlust der Medikamente zu rechnen, wobei der behandelnde Arzt bei der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Medikamente, durch z. B. Wechseln oder Hinzufügen, diesen Wirkungsverlust über einen längeren Zeitraum wieder ausgleichen kann. 

Schwere Verlaufsformen, bei denen die Krankheitszeichen schon früh deutlich erkennbar sind und die medikamentöse Behandlung deutlich schwieriger ist, kommen seltener vor.

Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren möchten, lesen Sie den Artikel

Krankheitsverlauf

Fakten

Welche Bedeutung bekommt der Arzt für mich?

Wenn Sie den „richtigen“ Arzt gefunden haben, d. h. jemanden, dem Sie vertrauen, bei dem Sie sich gut aufgehoben fühlen und von dessen Fachkompetenz Sie überzeugt sind, wird Ihr Arzt zum Partner in Ihrem Leben mit Parkinson.

Die regelmäßigen Arztbesuche werden Sie dann auch nicht stören oder belasten, sondern können im Gegenteil wie eine Art „Boxenstopp“ dazu dienen, immer wieder abzugleichen, ob Sie auf einem guten Weg in der Behandlung Ihres Parkinson sind. 

Lassen Sie Ihren Arzt auch wissen, wie hoch Ihr Informationsbedarf in Bezug auf die verschiedenen Aspekte des Parkinson ist.

Fakten

Wie stellt der Arzt fest, ob ich Parkinson habe?

In den meisten Fällen lässt sich die Diagnose „Morbus Parkinson“ zweifelsfrei stellen!

Oft reicht schon eine „Blickdiagnose“ des Arztes aus, um zu erkennen, dass eines oder mehrere der Hauptsymptome wie Zittern, Muskelsteifheit oder Bewegungsarmut zu erkennen sind. 

Als Bestätigung des Verdachtes auf Parkinson gilt der sogenannte „L-Dopa-Test“, bei dem der Patient ein Medikament (L-Dopa) einnehmen muss und der Arzt überprüft, ob sich die Symptome dadurch verbessern.

Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren möchten, lesen Sie den Artikel

Der Weg zur Diagnose

Fakten

Bekommen meine Kinder auch Parkinson?

Es gilt mittlerweile als nachgewiesen, dass Parkinson nur in sehr seltenen Fällen vererbt wird.

Zwischen 5 und 10 Prozent aller Betroffenen leiden an einem bestimmten Gendefekt (Fehler in der Erbsubstanz), der die Erkrankung auslösen kann.

Fakten

Was kommt auf mich zu?

Bei Parkinson handelt es sich um eine fortschreitende Erkrankung, die unterschiedlich verlaufen kann.

In der Mehrzahl treten leichte Verlaufsformen auf, bei denen die Betroffenen über viele Jahre hinweg nur gering ausgeprägte Krankheitszeichen aufweisen und bei entsprechender Lebensführung in ihrer Leistungsfähigkeit wenig beeinträchtigt sind. Schwere Verlaufsformen sind seltener.

Leider kann bis heute noch nicht sicher vorausgesagt werden, wie sich die Erkrankung beim Einzelnen entwickeln wird.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, dann können Sie den Ratgeber 14 (Diagnose Parkinson – Und doch geht es weiter) hier bestellen.

Diagnose Parkinson

Fakten

Kann ich weiter arbeiten?

Wie lange der Beruf weiter ausgeübt werden kann, ist ganz von der Entwicklung der Erkrankung und der damit verbundenen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit abhängig.

So können die Symptome der Parkinson-Krankheit oder auch die Nebenwirkungen der Medikamente die Arbeit an Maschinen unter Umständen erschweren oder sogar gefährlich machen.

Ein Sachbearbeiter oder eine Sekretärin hingegen können mit denselben Symptomen möglicherweise recht gut arbeiten.

Wenn Sie Sorge um Ihren Arbeitsplatz haben, sollten Sie den Betriebsrat ansprechen.

Gemeinsam mit dem Betriebsarzt und Ihrem behandelnden Arzt lassen Wege finden, Sie länger im Beruf zu halten. Sprechen Sie den Betriebsrat auch auf die Vorteile eines Schwerbehindertenausweises an.

Wenn Sie mehr zu dem Thema lesen möchten, dann können Sie den Ratgeber 32 (Junge Menschen mit Parkinson im Beruf belassen) hier bestellen oder den Artikel Arbeit und Beruf lesen.

Ratgeber 32

Arbeit & Beruf

Fakten

Kann ich weiter Auto fahren?

Über kurz oder lang wird die Parkinson-Erkrankung Einfluss auf Ihr Fahrvermögen nehmen.

Wenn Sie beispielsweise bemerken, dass Sie in brenzligen Situationen im Straßenverkehr nicht mehr so schnell reagieren wie früher, das Bremspedal nicht kräftig oder schnell genug betätigen oder den Kopf nicht weit genug drehen können, um über die Schulter zu schauen, dann ist es ratsam, sich um eine realistische Einschätzung der eigenen Fahrtauglichkeit zu bemühen.

Bei dieser Einschätzung kann Ihnen z. B. auch ein geprüfter Fahrlehrer helfen.

Wenn Sie mehr zu dem Thema lesen möchten, dann können Sie den Ratgeber 07 („Freie Fahrt trotz Parkinson?!“) bestellen oder Sie lesen den Artikel Parkinson & Autofahren.

Freie Fahrt

Parkinson & Autofahren

Fakten

Wie sieht es mit Reisen aus?

Sind Sie immer schon gerne gereist? Dann planen Sie auch jetzt Ihre nächste Urlaubsreise! Denn das genussvolle Reisen ist trotz der mit Parkinson verbundenen Veränderungen in Ihrem Leben möglich.

Meist bedarf es nur einiger besonderer Vorkehrungen, z. B. in der Auswahl des Reiseziels, des Transportmittels oder der Medikamentenversorgung, um einen ungetrübten Urlaub zu verbringen.

Wenn Sie mehr zu dem Thema lesen möchten, dann können Sie den Ratgeber 17 („Reisen mit Parkinson“) bestellen. Oder lesen Sie den Artikel über Reisen.

Ratgeber 17

Reisen

Fakten

Kann ich weiterhin Sport treiben?

Sport und Bewegung im Alltag fördern Ihre motorischen Fähigkeiten. Gymnastik, Schwimmen, Nordic Walking, Spazierengehen oder Wandern, Radfahren oder ähnliche Bewegungsarten sind besonders geeignet, den mit Parkinson einhergehenden Veränderungen in der Bewegung entgegenzuwirken.

Darüber hinaus können sie Fehlhaltungen vorbeugen und Ihre Gesamtbeweglichkeit lange erhalten. Das Körperempfinden wird verstärkt und das allgemeine Wohlbefinden verbessert.

Wenn Sie mehr erfahren möchten, dann können Sie folgende DVDs bestellen

Beweglich bleiben

Aquatraining – mit Parkinson