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Die wichtigsten über Parkinson

Es gibt bestimmte Fragen, die immer wieder, und oft direkt nach der Diagnose gestellt werden. Hier geben wir Antwort auf eine Auswahl dieser Fragen.

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Was ist Parkinson?

Parkinson ist eine Erkrankung des Nervensystems, die durch den Abbau bestimmter Nervenzellen im Gehirn, der sogenannten schwarzen Substanz (Substantia nigra), ausgelöst wird. 

Morbus ist übrigens das lateinische Wort für „Krankheit“. In der schwarzen Substanz wird ein Botenstoff – das ist eine Art „Informationsträger“ im Gehirn – gebildet, der in ausreichender Menge vorhanden sein muss, damit Sie sich kontrolliert und koordiniert bewegen können. 

Dieser Botenstoff heißt „Dopamin“. Aus bislang nicht bekannten Gründen kommt es bei Parkinson zu einem Rückgang der dopaminbildenden Nervenzellen. 

Die Folge: Die Beweglichkeit und einige andere Körperfunktionen werden zunehmend davon beeinflusst.

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Wieso habe ich Parkinson?

Trotz intensiver Forschung wurde bisher die eigentliche Ursache des Zellrückgangs in der Schwarzen Substanz leider noch nicht gefunden. Wahrscheinlich gibt es mehrere Faktoren, die eine Parkinson-Erkrankung auslösen.

Man geht davon aus, dass das Altern, eine gestörte Entgiftungsfähigkeit des Gehirns sowie Störungen im Stoffwechsel, die zu einer vermehrten Freisetzung von zellschädigenden Sauerstoffverbindungen führen, eine Rolle bei der Enstehung von Parkinson spielen.

Andere mögliche Ursachen sind eine verstärkte Belastung mit Umweltgiften (Pestizide, Schwermetalle).

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Wieviele Menschen mit Parkinson gibt es?

In Deutschland leben derzeit zwischen 250.000 und 300.000 Menschen mit dieser Erkrankung. Die meisten Menschen erkranken zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr.

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ca. 300.000

Erkrankte in Deutschland

90

90%

erkranken nach dem
40. Lebensjahr

Ein nicht unerheblicher Teil von ca. 30.000 jedoch bereits vor dem 40. Lebensjahr.

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Kann Parkinson geheilt werden?

Parkinson ist gut behandelbar – wenn auch bisher nicht heilbar.

Mit Hilfe unterschiedlichster Behandlungsansätze lassen sich die typischen Beschwerden sehr wirkungsvoll lindern, der Verlauf verzögern und eine gute Lebensqualität erhalten.

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Kann man an Parkinson sterben?

Nein! Menschen mit Parkinson haben heute die gleiche Lebenserwartung wie Gesunde.

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Wie verläuft die Erkrankung?

Auch wenn es mittlerweile möglich ist, die Symptome und Begleiterscheinungen der Erkrankung recht gut zu behandeln, ist die eigentliche Ursache, der Abbau der Dopamin produzierenden Zellen im Gehirn, bisher noch nicht beeinflussbar. 

Dies bedeutet, dass der Parkinson weiter fortschreiten wird. Wie sich dieses Fortschreiten auf die Ausprägung der Symptome auswirken wird, ist jedoch von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

Ein Großteil der Betroffenen hat über viele Jahre hinweg nur geringe Beschwerden und fühlt sich kaum in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

Nach etwa 5–10 Jahren ist mit einem Wirkungsverlust der Medikamente zu rechnen, wobei der behandelnde Arzt bei der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Medikamente, durch z. B. Wechseln oder Hinzufügen, diesen Wirkungsverlust über einen längeren Zeitraum wieder ausgleichen kann. 

Schwere Verlaufsformen, bei denen die Krankheitszeichen schon früh deutlich erkennbar sind und die medikamentöse Behandlung deutlich schwieriger ist, kommen seltener vor.

Fakten

Welche Bedeutung bekommt der Arzt für mich?

Wenn Sie den „richtigen“ Arzt gefunden haben, d. h. jemanden, dem Sie vertrauen, bei dem Sie sich gut aufgehoben fühlen und von dessen Fachkompetenz Sie überzeugt sind, wird Ihr Arzt zum Partner in Ihrem Leben mit Parkinson.

Die regelmäßigen Arztbesuche werden Sie dann auch nicht stören oder belasten, sondern können im Gegenteil wie eine Art „Boxenstopp“ dazu dienen, immer wieder abzugleichen, ob Sie auf einem guten Weg in der Behandlung Ihres Parkinson sind. 

Lassen Sie Ihren Arzt auch wissen, wie hoch Ihr Informationsbedarf in Bezug auf die verschiedenen Aspekte des Parkinson ist.

Fakten

Wie stellt der Arzt fest, ob ich Parkinson habe?

In den meisten Fällen lässt sich die Diagnose „Morbus Parkinson“ zweifelsfrei stellen!

Oft reicht schon eine „Blickdiagnose“ des Arztes aus, um zu erkennen, dass eines oder mehrere der Hauptsymptome wie Zittern, Muskelsteifheit oder Bewegungsarmut zu erkennen sind. 

Als Bestätigung des Verdachtes auf Parkinson gilt der sogenannte „L-Dopa-Test“, bei dem der Patient ein Medikament (L-Dopa) einnehmen muss und der Arzt überprüft, ob sich die Symptome dadurch verbessern.

Fakten

Bekommen meine Kinder auch Parkinson?

Es gilt mittlerweile als nachgewiesen, dass Parkinson nur in sehr seltenen Fällen vererbt wird.

Zwischen 5 und 10 Prozent aller Betroffenen leiden an einem bestimmten Gendefekt (Fehler in der Erbsubstanz), der die Erkrankung auslösen kann.